IN DER TRAUER ZÄHLT ZUSAMMEN­HALT

Das Interview in der tz vom 17./18. November 2018

Grabredner Gunter Mehler über Schmerz, Abschied und Humor

„Mein Beruf ist oft Anlass, auch über mein Leben nachzudenken.“

In der Trauer zählt Zusammenhalt

DEM TOD TROST ABTROTZEN

Ein Berufsporträt in der SZ vom 30. Oktober 2018

Frank Bärwaldt hat zwanzig Jahre lang als Pastor bei der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in Starnberg gearbeitet – bis ihn private Umstände zum Aufgeben zwingen. Nun ist er Trauerredner.

„Lässig sitzt er auf dem buntgescheckten Sessel in seinem Büro, die Beine übereinander geschlagen, eine Hand sicher auf der Lehne ruhend. Wenn er spricht, lächeln wasserblaue Augen aus einem gebräunten Gesicht. Das graue Haar ist kurz geschnitten, die Wangen ausrasiert, nur der Kinnbart lässt ihn etwas spitzbübisch wirken. …“

Der Seelen-Sorger (Münchner Merkur)

DER SEELEN-SORGER

Ein Berufsporträt im Münchner Merkur vom 28.09.2011

„Er springt dort ein, wo die Kirche nicht weiterhilft:
Thomas Multhaup, 48, ist Freier Seelsorger. Er traut Geschiedene, die noch einmal heiraten wollen. Er betreut Atheisten und kirchlich Ungebundene, die sich in den großen Momenten ihres Lebens nach Zeremonien sehnen.“

Der Seelen-Sorger (Münchner Merkur)

VON EINEM DER DA IST, WENN DIE SEELE TRAUER TRÄGT

ISBN 978-3-89883-240-3, Hardcover mit Schutzumschlag, 200 Seiten, € 16,95 [D] / € 17,50 [A] / sFr 30,90 [CH]

Wir leben in einer Welt, in der kein Platz ist für seelische Auszeiten. Wer nach einem Jahr noch trauert, riskiert die Bemerkung: „Wie, du bist immer noch nicht darüber hinweg.“ Aber wie kann oder soll man mit Trauer umgehen? Die Auflösung althergebrachter Rituale hat eine schmerzliche Leerstelle hinterlassen, und die Unterdrückung von Trauer hat gesundheitliche, soziale und psychische Folgen.

Mit großem Einfühlungsvermögen und aus seinem persönlichen Erfahrungsschatz schöpfend setzt sich Thomas Multhaup mit dem Phänomen der Trauer auseinander.

Angesprochen werden Menschen, die einen Angehörigen durch Tod verloren haben, durch Krankheit ihr bisheriges Leben nicht mehr fortsetzen können wie bisher oder durch Trennung, Arbeitslosigkeit oder eine andere traumatische Verlustsituation ihr inneres Gleichgewicht eingebüßt haben. Professionelle, konfessionsfreie Trauerbegleitung soll den Trauernden helfen, den erlebten Verlust sowie die damit verbundene Trauer als einen Bestandteil ihres Lebens anzunehmen und zu integrieren, um nach dem vollzogenen Trauerprozess gestärkt und lebensbejahend nach vorne blicken zu können.

Seelsorge ist nicht nur Kirchensache – so lautet Multhaups Überzeugung. Gefragt ist heute eine neue, nicht-konfessionelle, in die Gesellschaft integrierte, mitmenschliche Trauerkultur und -bewältigung. Denn nur im gesellschaftlichen Kontext kann dieses schwerste aller Gefühle bewältigt werden und eine Bereicherung für den Betroffenen darstellen – eine innovative, Erfolg versprechende Sicht aus berufener Feder.

Loslassen – der Trauerratgeber

Seit 2007 veröffentlicht der Münchner Merkur und seine Heimatzeitungen dreimal jährlich den Trauerratgeber „Loslassen“. Thomas Multhaup ist der fachlich verantwortliche Redakteur und informiert zu Themen, Entwicklungen und Trends im Bereich der „Trauerkultur“.

Die Ausgaben von Loslassen als PDF-Dateien:

Loslassen 2017/07

FRIEDHOFSFÜHRER „MÜNCHENS FRIEDHÖFE“

Aus dem Inhalt:

„Friedhöfe – das sind Orte, zu denen man sich eigentlich nur aus zwei Gründen auf den Weg macht: Um ein Familiengrab zu besuchen und/oder zu pflegen, um als Gast bei einer Trauerfeier Abschied von einem Menschen zu nehmen. Gerade dann ist ein Friedhof selten ein Wohlfühlort.“ Thomas Multhaup

Friedhöfe – Orte mit Geschichte

Wo Menschen leben, da sterben Menschen und müssen und sollen bestattet werden: Grabfelder oder Friedhöfe entstanden und entstehen. Forscher sind oft glücklich, wenn sie bei Ausgrabungen auf ein altes Gräberfeld stoßen. Grabbeigaben oder auch Sargoder Urnenreste geben Aufschluss über längst vergangene Zeiten und ihre Bestattungskultur. Friedhofsanlagen lassen außerdem größenbedingt Rückschlüsse auf die Zahl der Orts- oder Stadtbewohner zu, Erweiterungen eines Friedhofes machen erkennbar, wann die Bevölkerungszahl angestiegen ist. Manche Grabanlagen lassen auch sofort Rückschlüsse auf Seuchen wie Pest und Cholera zu, an denen innerhalb kürzester Zeit viele Menschen verstarben.

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